Der "Coaster-Erfinder" Rainer Perprunner dachte zu dieser Zeit noch an den Einsatz als Zubringerbahn in Schigebiete, an eine rein touristische Nutzung also. Bergwärts transportieren, talwärts Spass und Erlebnis bieten. Diese "geistige Konzeption" entstand vor dem gerade Ende der 90-er Jahre sehr ausgeprägten Trend zum Hedonismus.
Erste Grobkonzepte entstanden, eine Machbarkeitsstudie wurde ausgearbeitet. Für den Bergtransport der Coaster waren zu dieser Zeit noch verschiedene Varianten vorstellbar. Die tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema liess dann Visionen entstehen. Technisch war auch der "Selbstfahrer" in Reichweite, entsprechende Technologien hatten einen vielversprechenden Reifegrad erreicht. Letztlich viel der Entschluss, trotz vieler offener Fragen auf dieses Konzept zu setzen.
Als administrative Plattform für die Koordination der verschiedenen externen Partner sowie für die Finanzierung des Vorhabens wurde die Coaster Verkehrssysteme Vertriebs GmbH gegründet. Nach und nach wurden Partner für die unterschiedlichen Entwicklungsprojekte eingebunden. Die Herausforderung war gewaltig, und blieb es! Dass die eigenen Ziele sehr hoch gesteckt waren, wusste man. Erschwerend hinzu kam der Umstand, dass man als Start-up mit so engagiertem Ziel auch noch viel Aufklärungsarbeit verrichten musste (Weltneuheit Coaster).
Der hohe Investitionsbedarf und die Tatsache, dass jahrelang keine Erlöse generiert wurden, erleichterte die Finanzierung nicht. In den ersten Jahren wurden alle Forschungsförderungsanträge aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt! Trotzdem gelang es durch viel Engagement und mit entsprechend Eigenkapital insgesamt über 6 Mio. Euro zu investieren.
Vielen "Unkenrufen" zum Trotz und nach Erledigung behördlich auferlegter "Fleißaufgaben" konnte man den ersten Teil der Teststrecke in Betrieb nehmen. Mit dem Prototyp gelang der Nachweis, dass das Grundkonzept des formschlüssigen Antriebs realisiert werden konnte. Für die Absolvierung weitere Entwicklungsschritte wurde die Teststrecke fertig ausgebaut Es folgte eine sicherheitstechnische Abnahme für Personenfahrten durch österreichische Behörden.
Die ersten Personenfahrten konnten durchgeführt werden. Eine wichtige Grundvoraussetzung um seriöse Kundengespräche führen zu können, war damit gegeben. Dies löste auch ein enormes internationales Medien- und Kundeninteresse aus. Die vielen, aber vor allem anwendungsbezogen sehr unterschiedlichen Anfragen von Interessenten, erbrachten zusätzlich eine unerwartete Erkenntnis: Bei den Anfragen handelte es sich mehrheitlich um urbane und nicht um alpine Anwendungen! Dies führte dazu dass das Gesamtkonzept hinsichtlich seiner urbanen Tauglichkeit geprüft wurde. Die daraus resultierenden Anforderungen sind im Konzept "CityCoaster" verankert worden.
Zu Beginn des Jahres 2006 wurde mit einem Hotelbetreiber aus Arosa (Schweiz) ein Kaufvertrag für die Pilotanlage abgeschlossen, der Markteintritt war damit vollzogen. Die Pilotanlage entsprach sowohl in ihrer technischen Komplexität, als auch bzgl. des finanziellen Volumens den Kriterien einer ersten Kundenanlage. Zudem haben der Zeitpunkt und die geographische Nähe (Betreuung bei "Kinderkrankheiten", bei Pilotanlage ist davon auszugehen) zur positiven Entscheidung beigetragen.
Zu Beginn der Wintersaison 2007/2008 wurden wesentliche Teilsysteme und Sicherheitseinrichtungen der weltweit ersten Coaster-Anlage in Arosa (Schweiz) durch die Schweizer Behörden ab- und die Anlage anschließend in Betrieb genommen.
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